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Michael Kohlhaas


Nach Heinrich von Kleist
Textfassung: Henning Reinholz | Sven Wisser

Dauer: 70 Minuten


Kein anderes Werk im deutschsprachigen Raum wurde so oft publiziert wie MICHAEL KOHLHAAS. Die Geschichte des Pferdehändlers, der das ihm angetane Unrecht nicht auf sich sitzen lassen möchte. Dabei verliert er nicht nur seine Frau, sondern auch sein Rechtsgefühl.

Die Folge: Er zieht brennend und mordend durch Deutschland.

Ist es konsequent von ihm, so für sein Recht einzutreten oder handelt es sich hierbei um einen terroristischen Akt eines Fanatikers?

Wann schlägt die Verteidigung des eigenen Rechts um, in Unrecht gegen andere?

Erschienen im Jahre 1810, bezogen auf das 16. Jahrhundert, aktuell im 21. Jahrhundert:

Der 11. September in den USA, der Irakkonflikt oder der Israelkonflikt... Überall kämpfen Menschen für ihr Recht - mit allen Mitteln. Das Bewusstsein der Täter für eine gerechte Sache zu töten und zu kämpfen, Ungläubige zu erlösen, ist das konsequente Gedankengut der Täter.

Unschuldige Opfer werden in Kauf genommen oder sogar gezielt getötet, um zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erheischen. In der Konsequenz hieße das, alle die nicht für mich sind, sind gegen mich.

Wie kann ich mich also gegen eine offensichtliches Unrecht wehren?


Packend und spannend inszeniert. Sehr gut geeignet, um Schülern einen Eindruck des Werks von Heinrich von Kleist zu vermitteln. Das Ziel der Inszenierung ist es, vom reinen Gedankengut weg zu kommen und das Verhalten von Michael Kohlhaas emotional verständlich zu machen und die Zuschauer die Situation erleben zu lassen.

Es besteht auch die Möglichkeit diese Inszenierung mobil zu sich an die Schule oder in die Stadt zu holen.

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