


Der gute Dieb
Mit Liedern von Rio Reiser
Mit: Bill Elgart | Sven Wisser
Ein Schlagzeug,
ein Schauspieler, ein Text.
Dauer: ca. 75 Minuten
Auch als kleiner Schläger kann das
Leben ganz schön hart sein... Kevin ist ein Mensch der sein Leben an sich vorbeiziehen
lässt und es nicht selber aktiv in die Hände nehmen will oder kann. Er hat keine
Perspektiven oder sieht keine. Er arbeitet als Schläger um Menschen Angst einzujagen
und Schutzgelder einzutreiben - Alltag für ihn. Er würde wohl auch einen Garten umgraben
oder Autos waschen, wenn er genauso gut bezahlt würde.
Bei einem seiner „Aufträge“
wird er allerdings schon erwartet und kommt von der einen ausweglosen Situation in
die Nächste. Am Ende liegen drei Leichen im Haus und er hat eine Frau mit ihrer Tochter
in seinem Auto und rast über die Nationalstrassen Irlands…
Kevin ist ein Beispiel
für einen Menschen der gelernt hat sich durchzusetzen und ohne Berufsausbildung von
der Hand in den Mund lebt. Gelegenheitsjobs, Genuss von Alkohol und das Gefühl es
geht ewig so weiter. Der Gedanke an die Zukunft, über den "heutigen Tellerrand hinaus
zu sehen", scheint völlig zu fehlen - "Was soll mir schon passieren?"
Wenn Aggression
Mittel zum Zweck wird, steigert sich oft das Gefühl des Selbstwertes. Jeder gewonnene
Kampf stärkt das Selbstbewusstsein und der einmal eingeschlagene Weg wird oft nicht
mehr hinterfragt sondern unbeirrt weiter begangen.
Dieses Stück räumt damit auf: Gewalt
ist keine Lösung und man hat die Folgen von Gewalt nicht im Griff - das ist Fakt
und darum geht es im Stück. Am Ende bekommt Kevin 10 Jahre Knast aufgebrummt. Da
beginnt unsere Geschichte im Rückblick.









